Abstract
Mainstream-Pornografie beeinflusst vermutlich explizite und implizite Einstellungen. Die Studie stellt eine Video-Intervention (3 Minuten) zur Medienkompetenz speziell für Pornografie vor, die verdeutlichen soll, dass Pornografie aufwändig konstruiert ist. Nachdem 80 Erwachsenen zwischen 18 und 33 Jahren (60 % weiblich) Mainstream-Pornografie gezeigt wurde, folgte ein experimenteller Test, ob die Intervention (im Vergleich zu einem abgestimmten Kontrollvideo) den wahrgenommenen Realismus von Pornografie sowie unerwünschte explizite und implizite Einstellungen verringert und, ob der Effekt der Intervention von sexueller Erfahrung und vorherigem Pornografiekonsum moderiert wird. Das präregistrierte Experiment zeigte, dass die Intervention keine Auswirkungen auf den wahrgenommenen Realismus von Pornografie, die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper, impliziten Sexismus oder die expliziten und impliziten Einstellungen zu Kondomen aufweist (alle Materialien, Daten und Analyseskripte sind unter https://osf.io/2pk5e/ verfügbar). Explizite sexistische Einstellungen wurden bei Personen mit wenigen Sexualpartner:innen verringert und bei Personen mit mittlerem und höherem Pornokonsum erhöht. Die Ergebnisse zeigen Einfluss auf den selbstberichteten Sexismus, nicht aber den als Wirkungsmechanismus angenommenen wahrgenommenen Realismus (dieser hing mit jüngerem Alter zusammen). Teilnehmende waren über beide Versuchsbedingungen hinweg nach dem Konsum von Mainstream-Pornografie weder unzufriedener mit ihrem Körper
noch ablehnender gegenüber Kondomen; sexistische Einstellungen waren zur Posttestmessung sogar niedriger. Die Studie zeigt, dass es mehr Forschung dazu braucht, was, wie und wann von Pornos gelernt wird. Außerdem muss die Theorie der Medienkompetenz weiter präzisiert werden wie auch ihre Wirkmechanismen, ihre Anwendung auf Pornografie sowie konkrete Interventionen.
noch ablehnender gegenüber Kondomen; sexistische Einstellungen waren zur Posttestmessung sogar niedriger. Die Studie zeigt, dass es mehr Forschung dazu braucht, was, wie und wann von Pornos gelernt wird. Außerdem muss die Theorie der Medienkompetenz weiter präzisiert werden wie auch ihre Wirkmechanismen, ihre Anwendung auf Pornografie sowie konkrete Interventionen.
| Titel in Übersetzung | Der Einfluss von Pornografiekompetenz auf Explizite und Implizite Einstellungen |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Seiten (von - bis) | 8-36 |
| Seitenumfang | 29 |
| Fachzeitschrift | Studies in Communication and Media |
| Jahrgang | 14 |
| Ausgabenummer | 1 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - März 2025 |
UN SDGs
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-
SDG 5 – Gleichberechtigung der Geschlechter
Schlagwörter
- Medienkompetenz
- Medienerziehung
- Pornografie
- Pornostudien
- Impliziter Assoziationstest
- Einstellungsänderung
- Experiment
ASJC Scopus Sachgebiete
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