Telemedizin und die unmittelbare Ausübungspflicht der Ärzte

Lorenz Vock, Gerald Ganzger, Daniel Söllner

Publikation: Beitrag in Fachzeitschrift (peer-reviewed)Artikel in Fachzeitschrift

Abstract

Im Zuge der Corona-Krise ist die Telemedizin in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Die erstaunte Öffentlichkeit wurde unversehens darüber informiert, dass nunmehr „telemedizinische“ Leistungen über die Sozialversicherung verrechenbar seien. Dem überraschten Laien war diese Möglichkeit bis dahin wohl in den seltensten Fällen bekannt. Dem interessierteren Teil der Ärzteschaft mag vielleicht ein seltsames Gefühl aufgestiegen sein, hatte man doch vage in Erinnerung, dass eine telefonische Auskunftserteilung nicht rechtens sei, sollte die ärztliche Dienstleitung, nämlich Anamnese, diagnostische Maßnahmen, Diagnosestellung und Therapievorschlag eigentlich doch unmittelbar am Patienten verrichtet werden. Zumeist wird das Interesse an dieser Fragestellung angesichts der unwägbaren Schwankungen der Patientenströme während des Höhepunktes der Krise rasch anderen wichtigen Themen gewichen sein.
OriginalspracheDeutsch
Seiten (von - bis)148-152
FachzeitschriftJournal für Medizin- und Gesundheitsrecht
Ausgabenummer3
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - Sept. 2021

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