Abstract
Hintergrund
Die Psilocybin-unterstützte Psychotherapie (PAP) hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit als potenzielle Behandlung von Depressionen gewonnen, insbesondere bei Fällen, die auf konventionelle Therapien nicht ansprechen. Ziel dieses Artikels ist es, die Wirksamkeit von PAP bei Erwachsenen mit unterschiedlichen Formen von Depressionen anhand einer umfassenden Literaturübersicht zu bewerten.
Methode
Es wurde eine systematische Suche in mehreren großen Datenbanken durchgeführt (PubMed und Ebsco Host, inkl. MEDLINE Ultimate, eBook Clinical Collection, DynaMed, APA PsycARTICLES, APA PsycINFO, Psychology & Behavioral Sciences Collection), mit dem Fokus auf Studien, die die Effekte von Psilocybin in einem therapeutischen Setting untersuchten.
Ergebnisse
Die systematische Literatursuche ergab insgesamt 139 Treffer, von denen sieben Studien für eine detaillierte Analyse ausgewählt wurden. Die untersuchten Studien verwendeten unterschiedliche Dosierungsregime und wiesen Variationen in der psychologischen Begleitung vor, während und nach der Psilocybin-Gabe auf. Die meisten Studien berichteten über signifikante Verbesserungen der Depressionssymptome nach der Gabe von Psilocybin sowie über anhaltende antidepressiv wirkende Effekte bis zu zwölf Monate nach der Behandlung. Die Ansprech- und Remissionsraten waren in den Studien konsistent hoch.
Schlussfolgerungen
Die Psilocybin-unterstützte Psychotherapie in Kombination mit strukturierter psychologischer Begleitung führt zu nachhaltigen Reduktionen depressiver Symptome bei therapieresistenter Depression und Major Depression. Höhere Dosen scheinen tendenziell stärkere Effekte zu bewirken. Obwohl PAP als ganzheitlicher Therapieansatz ein großes Potenzial besitzt, zeigen methodische Einschränkungen – wie Heterogenität in den Studiendesigns, inkonsistente psychologische Unterstützung und Schwierigkeiten beim Verblindungsverfahren aufgrund der Wirkung des Wirkstoffs – die Notwendigkeit standardisierter Protokolle für zukünftige Studien, um verlässliche Ergebnisse zu gewährleisten. Weitere Forschung ist erforderlich, um die Mechanismen, die den therapeutischen Effekten zugrunde liegen, besser zu verstehen.
Die Psilocybin-unterstützte Psychotherapie (PAP) hat in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit als potenzielle Behandlung von Depressionen gewonnen, insbesondere bei Fällen, die auf konventionelle Therapien nicht ansprechen. Ziel dieses Artikels ist es, die Wirksamkeit von PAP bei Erwachsenen mit unterschiedlichen Formen von Depressionen anhand einer umfassenden Literaturübersicht zu bewerten.
Methode
Es wurde eine systematische Suche in mehreren großen Datenbanken durchgeführt (PubMed und Ebsco Host, inkl. MEDLINE Ultimate, eBook Clinical Collection, DynaMed, APA PsycARTICLES, APA PsycINFO, Psychology & Behavioral Sciences Collection), mit dem Fokus auf Studien, die die Effekte von Psilocybin in einem therapeutischen Setting untersuchten.
Ergebnisse
Die systematische Literatursuche ergab insgesamt 139 Treffer, von denen sieben Studien für eine detaillierte Analyse ausgewählt wurden. Die untersuchten Studien verwendeten unterschiedliche Dosierungsregime und wiesen Variationen in der psychologischen Begleitung vor, während und nach der Psilocybin-Gabe auf. Die meisten Studien berichteten über signifikante Verbesserungen der Depressionssymptome nach der Gabe von Psilocybin sowie über anhaltende antidepressiv wirkende Effekte bis zu zwölf Monate nach der Behandlung. Die Ansprech- und Remissionsraten waren in den Studien konsistent hoch.
Schlussfolgerungen
Die Psilocybin-unterstützte Psychotherapie in Kombination mit strukturierter psychologischer Begleitung führt zu nachhaltigen Reduktionen depressiver Symptome bei therapieresistenter Depression und Major Depression. Höhere Dosen scheinen tendenziell stärkere Effekte zu bewirken. Obwohl PAP als ganzheitlicher Therapieansatz ein großes Potenzial besitzt, zeigen methodische Einschränkungen – wie Heterogenität in den Studiendesigns, inkonsistente psychologische Unterstützung und Schwierigkeiten beim Verblindungsverfahren aufgrund der Wirkung des Wirkstoffs – die Notwendigkeit standardisierter Protokolle für zukünftige Studien, um verlässliche Ergebnisse zu gewährleisten. Weitere Forschung ist erforderlich, um die Mechanismen, die den therapeutischen Effekten zugrunde liegen, besser zu verstehen.
| Titel in Übersetzung | Psilocybin-unterstützte Psychotherapie bei Erwachsenen mit Depressionen – Ein Literaturüberblick |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Aufsatznummer | 111508 |
| Fachzeitschrift | Progress in Neuro-Psychopharmacology and Biological Psychiatry |
| Jahrgang | 142 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 02 Okt. 2025 |
Schlagwörter
- Depression
- Affektive Störungen
- Psilocybin
- Behandlung / Therapie
- Psilocybin-unterstützte Psychotherapie
- Psychedelika
ASJC Scopus Sachgebiete
- Pharmakologie
- Biologische Psychiatrie
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