Abstract
Anhedonie bezeichnet eine verminderte Fähigkeit, Freude zu empfinden, und wird häufig von Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen oder Substanzgebrauchsstörungen berichtet. Da Anhedonie ein zentraler Faktor ist, der das Wohlbefinden sowohl psychiatrischer als auch allgemeiner Bevölkerungsgruppen beeinflusst, ist es wichtig, Prädiktoren von Anhedonie zu untersuchen.
Vor diesem Hintergrund führten wir eine Befragung mit N = 300 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren (M = 25,45; SD = 3,66) durch, von denen 57,3 % weiblich waren. Als Prädiktoren der Anhedonie untersuchten wir Substanzkonsum, problematische Nutzung sozialer Medien, Bewältigungsstile sowie Achtsamkeit. Unter Kontrolle von Alter, Geschlecht, Bildung und der Häufigkeit von Freizeitaktivitäten zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen Substanzkonsum und Anhedonie: Je mehr Substanzen konsumiert wurden, desto höher war die berichtete Anhedonie. Entgegen den Erwartungen war problematische Social-Media-Nutzung nicht mit Anhedonie assoziiert.
Hinsichtlich der Bewältigungsstile berichteten Personen mit einem stärker agentischen Coping-Stil (z. B. Planen konkreter Handlungsschritte) signifikant geringere Anhedoniewerte, während kommunales Coping (z. B. das Aufsuchen sozialer Unterstützung) keinen Zusammenhang mit Anhedonie zeigte. Achtsamkeit korrelierte negativ mit Anhedonie. Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag zur Forschung zu verhaltensbezogenen und dispositionellen Prädiktoren von Anhedonie.
Vor diesem Hintergrund führten wir eine Befragung mit N = 300 jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 30 Jahren (M = 25,45; SD = 3,66) durch, von denen 57,3 % weiblich waren. Als Prädiktoren der Anhedonie untersuchten wir Substanzkonsum, problematische Nutzung sozialer Medien, Bewältigungsstile sowie Achtsamkeit. Unter Kontrolle von Alter, Geschlecht, Bildung und der Häufigkeit von Freizeitaktivitäten zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen Substanzkonsum und Anhedonie: Je mehr Substanzen konsumiert wurden, desto höher war die berichtete Anhedonie. Entgegen den Erwartungen war problematische Social-Media-Nutzung nicht mit Anhedonie assoziiert.
Hinsichtlich der Bewältigungsstile berichteten Personen mit einem stärker agentischen Coping-Stil (z. B. Planen konkreter Handlungsschritte) signifikant geringere Anhedoniewerte, während kommunales Coping (z. B. das Aufsuchen sozialer Unterstützung) keinen Zusammenhang mit Anhedonie zeigte. Achtsamkeit korrelierte negativ mit Anhedonie. Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag zur Forschung zu verhaltensbezogenen und dispositionellen Prädiktoren von Anhedonie.
| Titel in Übersetzung | Not feeling it: Korrelate der Anhedonie |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - Apr. 2025 |
| Veranstaltung | ÖGPP Kongress 2025 - Vienna, Österreich Dauer: 04 Apr. 2025 → 04 Apr. 2025 |
Konferenz
| Konferenz | ÖGPP Kongress 2025 |
|---|---|
| Land/Gebiet | Österreich |
| Ort | Vienna |
| Zeitraum | 04.04.2025 → 04.04.2025 |
Fingerprint
Untersuchen Sie die Forschungsthemen von „Not feeling it: Korrelate der Anhedonie“. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.Dieses zitieren
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