Abstract
Experimente zeigten nachteilige Effekte der Bewertung einer hohen Anzahl von Dating-App-Profilen auf die Entscheidungsfindung. Dennoch haben nur wenige die Auswirkungen von Auswahlfülle auf Selbstwertgefühl und Ängste untersucht, wie es durch die „Tyranny-of-Choice“-Theorie (Schwartz, 2000) vorhergesagt wird, und der Einfluss der Entscheidungsfindung bleibt unerforscht. Um die Haupt- und gemeinsamen Effekte von Profilanzahl und Entscheidungsmodus auf Selbstwertgefühl, Partnerwert, Angst vor dem Singlesein und wahrgenommene Wahlüberlastung zu testen, führten wir ein 3 (Profilanzahl: niedrig; mittel; hoch) × 3 (Entscheidungsmodus: Kontrolle; Lokomotionsmodus; Assessmentmodus) Between-Subjects-Faktorexperiment mit 401 Studierenden durch (MAlter = 22,10).
Die Bewertung einer höheren Anzahl von Profilen verringerte die Akzeptanzraten (Mhoch = 17,14 %, SDhoch = 13,51; Mmittel = 19,53 %, SDmittel = 13,67; Mniedrig = 24,09 %, SDniedrig = 17,11), hatte jedoch keinen selbstabwertenden Effekt. Der Entscheidungsmodus hingegen schon: Diejenigen, die intuitiv im Lokomotionsmodus entschieden, berichteten ein niedrigeres Selbstwertgefühl und einen geringeren Partnerwert als Kontrollpersonen oder diejenigen, die verteidigbare Entscheidungen im Assessmentmodus trafen. Swipen im Lokomotionsmodus scheint also mit ungünstigen Selbsteinschätzungen einherzugehen (selbst bei Personen in Partnerschaften) und sollte weiter untersucht werden.
Die Bewertung einer höheren Anzahl von Profilen erhöhte die wahrgenommene Partnerwahlüberlastung, und Überlastung setzte im Lokomotionsmodus sogar früher ein als im Assessmentmodus oder in der Kontrollbedingung. Swipen auf Dating-Apps kann also verborgene psychologische Kosten haben, abhängig davon, wie man Entscheidungen trifft.
Die Bewertung einer höheren Anzahl von Profilen verringerte die Akzeptanzraten (Mhoch = 17,14 %, SDhoch = 13,51; Mmittel = 19,53 %, SDmittel = 13,67; Mniedrig = 24,09 %, SDniedrig = 17,11), hatte jedoch keinen selbstabwertenden Effekt. Der Entscheidungsmodus hingegen schon: Diejenigen, die intuitiv im Lokomotionsmodus entschieden, berichteten ein niedrigeres Selbstwertgefühl und einen geringeren Partnerwert als Kontrollpersonen oder diejenigen, die verteidigbare Entscheidungen im Assessmentmodus trafen. Swipen im Lokomotionsmodus scheint also mit ungünstigen Selbsteinschätzungen einherzugehen (selbst bei Personen in Partnerschaften) und sollte weiter untersucht werden.
Die Bewertung einer höheren Anzahl von Profilen erhöhte die wahrgenommene Partnerwahlüberlastung, und Überlastung setzte im Lokomotionsmodus sogar früher ein als im Assessmentmodus oder in der Kontrollbedingung. Swipen auf Dating-Apps kann also verborgene psychologische Kosten haben, abhängig davon, wie man Entscheidungen trifft.
| Titel in Übersetzung | Entscheidungsfindung auf Dating-Apps: Ist mehr swipen weniger und nach rechts wischen falsch? |
|---|---|
| Originalsprache | Englisch |
| Fachzeitschrift | Media Psychology |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 07 Sept. 2025 |
Schlagwörter
- Tinder
- Partnerwahl
- Fülle an potenziellen Partnern
- Romantische Entscheidungsfindung
- Soziale Kognition
- Paradox der Wahl
- Profilbewertung
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- Sozialpsychologie
- Kommunikation
- Angewandte Psychologie
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