Projektdetails
Beschreibung
Hintergrund: Wird eine Person pflegebedürftig, gilt auch heute noch die eigene Familie als erster und potenziell langfristiger, informeller Pflegedienstleister. In Österreich sind rund 10% der Bevölkerung in die familiäre Pflege involviert und stellen so den größten Pflegedienst des Landes dar. Demographische und soziale Entwicklungen erhöhen die Komplexität familiärer Pflegearrangements und beeinflussen die körperliche, emotionale und finanzielle Gesundheit pflegender Angehöriger. Während aktuelle Forschungsarbeiten die Diversität familiärer Pflege zunehmend anerkennen, fokussieren Studien oftmals auf spezifische Beziehungen und Krankheitsbilder, Typologien und vordefinierte Rollen. Die grundlegende Frage, wer die Person ist, die familiäre Pflege leistet, bleibt weitgehend unbeantwortet.
Ziel: Auf Basis von Paul Ricoeurs Konzept der Narrativen Identität ist das Ziel des Dissertationsprojekts, zu untersuchen, wie pflegende Angehörige ihr Selbst und ihre Identität formen und ausdrücken, wie persönliche, soziale und kulturelle Narrative in diesem Prozess zusammenwirken und welche Implikationen sich daraus für die Entwicklung personzentrierter Unterstützung ergeben.
Methode: Das Projekt folgt einem qualitativen, multimethodischen Design, das in Ricoeurs phänomenlogisch-hermeneutischer Philosophie verankert ist. Narrative Interviews und kollaborative Storytelling Sessions ermöglichen vertiefte Einblicke in Fragen des Selbst und der Identität pflegender Angehöriger, während co-kreative Workshops Implikationen für personzentrierte Unterstützung entwickeln. Die Datenanalyse wird geleitet von Ricoeurs hermeneutischem Bogen und umfasst die Schritte des Naiven Lesen, der strukturellen Analyse und der kritischen Interpretation. Erwachsene pflegende Angehörige gelten als primäre Zielgruppe der Studie. Online-Berater:innen aus der Pflege werden zusätzlich zur Teilnahme an Workshops eingeladen.
Ziel: Auf Basis von Paul Ricoeurs Konzept der Narrativen Identität ist das Ziel des Dissertationsprojekts, zu untersuchen, wie pflegende Angehörige ihr Selbst und ihre Identität formen und ausdrücken, wie persönliche, soziale und kulturelle Narrative in diesem Prozess zusammenwirken und welche Implikationen sich daraus für die Entwicklung personzentrierter Unterstützung ergeben.
Methode: Das Projekt folgt einem qualitativen, multimethodischen Design, das in Ricoeurs phänomenlogisch-hermeneutischer Philosophie verankert ist. Narrative Interviews und kollaborative Storytelling Sessions ermöglichen vertiefte Einblicke in Fragen des Selbst und der Identität pflegender Angehöriger, während co-kreative Workshops Implikationen für personzentrierte Unterstützung entwickeln. Die Datenanalyse wird geleitet von Ricoeurs hermeneutischem Bogen und umfasst die Schritte des Naiven Lesen, der strukturellen Analyse und der kritischen Interpretation. Erwachsene pflegende Angehörige gelten als primäre Zielgruppe der Studie. Online-Berater:innen aus der Pflege werden zusätzlich zur Teilnahme an Workshops eingeladen.
| Kurztitel | Seeing the Person behind the Caregiver |
|---|---|
| Status | Laufend |
| Tatsächlicher Beginn/ -es Ende | 01.10.2025 → 31.12.2028 |
UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung
2015 einigten sich UN-Mitgliedstaaten auf 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) zur Beendigung der Armut, zum Schutz des Planeten und zur Förderung des allgemeinen Wohlstands. Die Arbeit dieses Projekts leistet einen Beitrag zu folgendem(n) SDG(s):
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SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
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SDG 10 – Weniger Ungleichheiten
Fingerprint
Erkunden Sie die Forschungsthemen, die von diesem Projekt angesprochen werden. Diese Bezeichnungen werden den ihnen zugrunde liegenden Bewilligungen/Fördermitteln entsprechend generiert. Zusammen bilden sie einen einzigartigen Fingerprint.